24. September 2012

Glasklar: Was sind "Blutdiamanten"

Der Begriff steht für geschmuggelte Edelsteine, mit deren Erlös gewalttätige Konflikte finanziert werden. Bekannteste Beispiele sind etwa die Bürgerkriege im afrikanischen Liberia oder Sierra Leone. Auf der politischen Bühne tauchte der Ausdruck erstmals im Kimberley-Abkommen auf. Das nach einem südafrikanischen Ort benannte Dekret wurde 2003 geschlossen. Danach dürfen nur solche Diamanten gehandelt werden, für die offizielle Herkunftszertifikate des jeweiligen Ursprungslandes vorliegen. Damit will man den Handel mit illegal geschürften Diamanten unterbinden. Inzwischen beteiligen sich 50 Länder, darunter sämtliche afrikanischen Diamantenproduzenten, an dem Abkommen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)