24. September 2012

Welthandel einschränken hilft dem Weltklima kaum

Der globalisierte Handel wird oft für den zunehmenden Ausstoß von Treibhausgasen verantwortlich gemacht. Ihn einzuschränken würde allerdings kaum etwas bringen, besagt nun eine neue Studie im Fachjournal "Nature Climate Change". Die Autoren haben die genauen Ursachen der CO2-Emissionen untersucht. Westliche Länder exportieren demnach vor allem Güter wie Maschinen, deren Herstellung vergleichsweise viel Energie benötigt. Diese Energie wird aber relativ sauber produziert - zumindest im Vergleich mit China, wo ein Großteil der Energie aus Kohlekraftwerken stammt.

Würde nun in den Welthandel eingegriffen, so argumentieren die Forscher, dann würde sich auch die Produktion solcher Güter beispielsweise nach China verlagern. Und dadurch würde letztlich mehr CO2 entstehen. Somit sei für die CO2-Bilanz vor allem die Frage entscheidend, wie sauber oder schmutzig die jeweilige nationale Energieerzeugung sei.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)