24. September 2012

Koreanische Forscher: Methode zum Impfen per Laser

Impfen ohne Nadel - diese Vorstellung ist nicht ganz abwegig. Möglich macht es eine spezielle Laserdüse, die koreanische Forscher der Universität in Seoul entwickelt haben. Im Fachmagazin "Optics Letters" berichten sie, dass damit ein äußerst dünner Strahl Flüssigkeit in die obersten Hautschichten injiziert werden kann - der Patient spürt dabei nur einen kurzen Luftstoß.

Die Lasernadel besteht aus einer doppelten Kammer, die durch eine Membran in zwei Hälften geteilt ist. In der einen befindet sich Wasser, in der anderen der Wirkstoff. Ein kurzer, intensiver Laserimpuls erzeugt im Wasser eine Dampfblase. Durch den so entstehenden Druck kann der Wirkstoff mit einer Geschwindigkeit von rund 30 Metern pro Sekunde unter die Haut geschossen werden. Der Flüssigkeitsstrahl ist dabei nur wenig dicker als ein menschliches Haar.

Für die Forscher liegt der Vorteil der neuen Lasermethode in der präzisen Kontrolle über Dosis und Eindringtiefe der Wirkstoffe. Sie räumten aber ein, die Technik noch weiter entwickeln zu müssen, um sie beispielsweise für Massenimpfungen von Kindern nutzen zu können.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)