24. September 2012
Reisebüros preisen Brasiliens Nordostküste als Tauchrevier mit einer unberührten Unterwasserwelt an. Doch damit scheint es nicht allzu weit her zu sein. Brasiliens Umweltministerium und die staatliche Universität Pernambuco haben eine Studie veröffentlicht, derzufolge Brasilien in fünf Jahrzehnten 80 Prozent seines Korallenriffs verloren hat. Wie das Nachrichtenportal "G1" meldet, sind unter anderem Haushalte, Industrie und Landwirtschaft daran schuld. Ihre Abwässer führten zu Sedimentanhäufungen, die das Riffsystem allmählich zerstörten.
Ursprünglich soll Brasiliens Korallenriff 3.000 Kilometer lang gewesen sein. Es findet sich unter anderem vor den Küsten von Fortaleza, Recife und Natal.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)