25. September 2012
Statt Silber- und Goldmünzen in der Tasche, haben sie jetzt jede Menge Ärger am Hals. Indische Schatzjäger wollten mögliche Kostbarkeiten unter einem Tor des jahrhundertealten Tempels von Hampi finden. Indem sie eine vier Meter hohe Säule des Eingangs freilegten, brachten sie das Tor jedoch zum Einsturz und flüchteten anschließend.
Für die staatliche Archäologiebehörde hat der Einbruch durchaus Vorteile: sie kann in dem hinterlassenen Loch nun prüfen, ob die Legende um den Hampi-Tempel stimmt. Denn der Volksglaube besagt, dass unter dem Fundament der Ruine tatsächlich Schätze vergraben sind.
Die Ruinen von Hampi stammen aus dem 16. Jahrhundert und wurden wegen ihrer Größe und Architektur 1986 zum Unesco-Weltkulturerbe erklärt. Sie sind eine Attraktion für Touristen und Historiker. Hampi war einst das Machtzentrum des Vijayanagara-Reiches, das ab dem 14. Jahrhundert als mächtiges Hindu-Königreich galt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)