25. September 2012
Der Terror hat Norwegen verändert - und zwar anscheinend zum Besseren. Das behaupten Sozialforscher eines unabhängigen Instituts in Oslo.
Sie hatten untersucht, wie sich der Anschlag auf der Insel Utoya am 22. Juli 2011 auf die Gesellschaft Norwegens ausgewirkt hat. Die Wissenschaftler sprechen vor allem bei Jugendlichen von einem signifikanten Anstieg des politischen Interesses. So wären mehr junge Leute zu den Kommunalwahlen gegangen, die Parteien hätten mehr jugendliche Mitglieder und es seien auch mehr junge Kandidaten aufgestellt und ins Amt gewählt worden.
Auffallend sei aber, dass andere gesellschaftliche Organisationen, wie zum Beispiel Umweltschützer oder soziale Einrichtungen von dem Effekt nicht profitiert hätten. Grund sei, dass der Terror der Jugendorganisation einer Partei gegolten habe.
Bei dem Anschlag hatte der Attentäter erst eine Bombe im Regierungsviertel von Oslo gelegt und anschließend auf Utoya 69 Teilnehmer eines Jugendcamps der Arbeiterpartei erschossen. Insgesamt starben 77 Menschen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)