25. September 2012
Ein Material, das genau die Eigenschaften hat, die man braucht - davon träumen Wissenschaftler manchmal. Forscher aus Saarbrücken sind der Verwirklichung dieses Traums nun ein Stückchen näher gekommen. Sie fanden heraus, dass sich Nanopartikel durch unterschiedliche Temperaturen zu unterschiedlichen Strukturen anordnen lassen. Dafür umhüllten sie winzige Gold-Teilchen mit einer organischen Verbindung. Jedes einzelne Teilchen bildete so eine kleine Kugel. Waren die Temperaturen niedrig, verhakten sich die Nano-Kugeln und bildeten chaotische Haufen. Wurden sie allerdings erwärmt, schmolz die organische Hülle und bildete eine Art Schmiermittel zwischen den Nanopartikeln - diese ordneten sich daraufhin zu Kristallen. Für die Forscher ist das interessant, weil Kristalle andere Eigenschaften haben als unregelmäßig aufgebaute Materialien.
Sie hoffen nun, dass sie den Effekt auch bei anderen Stoffen anwenden können und bald in der Lage sind, durch die Temperatur zu steuern, welche Struktur - und damit auch welche Eigenschaften ein Material hat.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)