26. September 2012
Abschließend werfen wir noch einen Blick ins Herkunftswörterbuch. Woher stammt eigentlich die Redewendung "sich ins Bockshorn jagen lassen"?
Gemeint ist damit, dass man sich nicht einschüchtern lässt. Die Wendung tritt seit dem 15 Jahrhundert auf, ihr genauer Ursprung ist unklar. Mit dem Pflanzennamen Bockshornklee hat sie aber wahrscheinlich nichts zu tun.
Mit Bock könnte in der Redewendung die männliche Ziege gemeint sein. Möglicherweise kommt die Redensart vom sogenannten "Ziegenfell treiben". In Bayern und Tirol wurden Verbrecher, die sich nicht gerichtlich verfolgen ließen, nachts von einem Rügengericht geahndet. Dabei wurde der Schuldige in ein Ziegenfell - oder eben Bocksfell - gesteckt und im Feld umhergetrieben. Das "-horn" könnte vom mittelhochdeutschen "hame" - "Hülle" - kommen, so dass aus "bockshame" Bockshorn wurde.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)