27. September 2012
Im Rückspiegel sehen wir heute ägyptische Schriftzeichen.
Denn vor genau 190 Jahren entzifferte der Franzose Jean Francois Champollion die Hieroglyphen. Schon als Kind war er ein Sprachengenie: Mit zwölf Jahren beherrschte er Latein, Griechisch und Arabisch, mit 19 wurde Champollion Professor für Alte Geschichte. Sein Lieblingsgebiet war das alte Ägypten.
Dort hatten Napoleons Truppen einen Stein aus schwarzem Basalt gefunden, mit drei Inschriften: griechische Buchstaben, die altägyptische Volkssprache Demotisch und die Hieroglyphen. Die wurden lange für bloße Bilder gehalten. Doch Champollion war anderer Meinung und machte sich daran, die Gravuren auf dem Stein von Rosetta zu entschlüsseln. Am 27. September 1822 erklärte er in Paris: Die Hieroglyphen sind ein Alphabet.
Der Stein mit den Inschriften ist übrigens im British Museum in London zu sehen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)