27. September 2012
"DIE muslimische Welt gibt es nicht."
Das sagt der Journalist Robert Chatterjee und bezieht sich auf die Proteste gegen das islamfeindliche Video in arabischen Ländern. Als Onlinechef des Magazins "Zenith" ist Chatterjee auf Nahost-Themen spezialisiert. In der "Zeit"-Beilage "Christ und Welt" plädiert er dafür, die Gründe für die Proteste nicht zu verallgemeinern. In jedem Land seien es andere.
In Ägypten seien die Menschen momentan generell unzufrieden, vor allem mit dem Sicherheitsapparat. Das Video sei nur ein Anlass, um auf die Straße zu gehen. Fußballfans nutzen die Möglichkeit jetzt zum Beispiel, um ihrer Wut gegen die Polizei wegen des Todes von 74 Stadiongästen im Februar Luft zu machen.
Wenn westliche Medien über Ausschreitungen anlässlich des Videos reden, dann ist das nach Chatterjees Ansicht nicht richtig oder zumindest verkürzt dargestellt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)