27. September 2012

Aidsforschung: Wenn das Virus klingelt

Noch immer suchen Wissenschaftler nach einem Mittel gegen die Immunschwächekrankheit Aids.

Biologen aus den USA berichten nun von ihren Forschungen zu T-Helfer-Zellen. Das sind die Teile des Immunsystems, die vom HI-Virus befallen werden. Besonders betroffen sind die sogenannten T-Gedächtniszellen. Das sind Zellen, die schon einmal mit einer Infektion in Berührung gekommen sind. Nach Angaben der Forscher sind diese Zellen besonders sensibel. Und das macht sich das HI-Virus zunutze, indem es mit einem Rezeptor andockt. Es sei so, als klingele der Erreger an der Haustür und jemand öffne ihm, erklärten die Forscher. Bei den sogenannten naiven T-Helfer-Zellen, die noch nie eine Infektion bekämpft hätten, funktioniere das nicht. Die Wissenschaftler wollen ihre Erkenntnisse nun nutzen, um Therapien zu entwickeln, die den Zellen helfen, ihre Haustür geschlossen zu halten.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)