27. September 2012

Fettleibigkeit könnte durch fehlende Neuronen verursacht werden

Wenn ein Mensch fettleibig wird, dann muss das nicht nur daran liegen, dass er zuviel isst.

Französische Biologen haben im Gehirn von Mäusen bestimmte Neuronen gefunden, die offenbar einen großen Einfluss auf den Fettstoffwechsel haben. Waren davon besonders wenige im Mäusehirn vorhanden, nahmen die Tiere auch bei normaler Ernährung zu. Bekamen sie besonders viel Fett zu fressen, verbesserte sich hingegen ihr Stoffwechsel von Kohlehydraten - also Zucker. Die Forscher schreiben, offensichtlich steuerten die sogenannten AgRP-Neuronen die Aufspaltung der Nahrung. Ohne diese Nervenzellen gerate das Gleichgewicht zwischen der Produktion von Fetten und Zuckern aus dem Ruder. Diese Erkenntnis könnte vielleicht helfen, fettleibige Menschen medizinisch besser zu behandeln.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)