27. September 2012
Alles was im Meer passiert, hinterlässt Spuren im Wasser.
Wissenschaftler haben es geschafft, diese biomolekularen Spuren mit einer Kombination neuer Techniken zurückzuverfolgen. Mit Hilfe eines Massenspektrometers haben sie tausende Einzelkomponenten von gelöstem, organischem Material identifiziert. Es wird vor allem durch Pflanzen und Plankton aufgebaut. Durch die Messung konnten die Forscher die chemische Summenformel jedes Moleküls herausfinden und angeben, wie viel Kohlenstoff, Sauerstoff, Wasserstoff und Stickstoff es enthält.
Mit diesen Angaben untersuchten sie, woher das Molekül stammen könnte. Auf diese Weise wollen die Wissenschaftler den chemischen Gedächtnisspeicher des Wassers nutzen. So könnte man beispielsweise herausfinden, ob das Material auf seinem Weg durch die Meere starker Sonneneinstrahlung ausgesetzt war oder welche Bakterien einst im selben Wasser geschwommen sind.
Die Wissenschaftler berichten über ihre Forschung in einem Sonderband der Open-Access-Fachzeitschrift "Biogeosciences".
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)