28. September 2012

Epilepsie in Entwicklungsländern - Wissenschaftler fordern mehr Aufklärung

Menschen mit Epilepsie bekommen urplötzlich Krampfanfälle, sie schreien und manche Betroffene haben Schaum vor dem Mund.

Das kann beängstigend wirken - vor allem, wenn man gar nicht weiß, dass es diese Krankheit gibt. In armen Ländern der Welt sei das häufig so, berichten Wissenschaftler im Fachmagazin "The Lancet". Epileptiker gelten dort eher als "verrückt" und nicht als "krank". Deshalb erhielten Betroffene auch kaum medizinische Versorgung. Vorbeugende Maßnahmen gebe es ebenfalls nicht. Komplikationen während der Geburt, Kopfverletzungen oder Infektionen durch Parasiten führten in armen Regionen deshalb eher zu Epilepsie-Erkrankungen als hierzulande. Die Autoren der Studie schreiben, mit wenigen, teils kostengünstigen Maßnahmen könnte die Versorgung der Betroffenen verbessert werden. Die Aufmerksamkeit für die Krankheit müsste erhöht werden und traditionelle Heiler, die in vielen Regionen als Einzige medizinische Versorgung anbieten, müssten über Epilepsie aufgeklärt werden.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)