28. September 2012

Das Cola-Projekt: SZ-Magazin über unorthodoxe Entwicklungshilfe in Afrika

Seife bekommt man in manchen Gegenden Afrikas kaum, Cola gibt es dagegen selbst im entlegendsten Dorf.

Ein britischer Entwicklungshelfer hatte deshalb die Idee, Colakisten zu nutzen, um dringend gebrauchte Medizinpäckchen zu transportieren. Das berichtet das "SZ Magazin". In schwer zu erreichenden Dörfern Afrikas sterben demnach jedes Jahr hunderttausende Kinder an Durchfallerkrankungen. In einigen Fällen hätte ihnen eine Portion Elektrolyte schon geholfen. Genau die sollen in den Medizinpäckchen sein, genauso wie Zinktabletten gegen Durchfall und ein Stück Seife.

Die Idee beschreibt der Autor des SZ-Magazins so: Manche Afrikaner verdienen sich etwas dazu, indem sie mehrere Kisten Cola von der nächsten Stadt in abgelegene Dörfer schaffen. In die Lücke zwischen den Flaschen passen problemlos die leichten Hilfspäckchen. Die können die Transporteure für wenig Geld in den Dörfern verkaufen. Ein Pilotprojekt mit gut 40.000 Päckchen läuft derzeit in Sambia.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)