28. September 2012

US-Gouverneur schließt Staatsarchiv von Georgia

Die Papierstapel wachsen ins Unermessliche - nur ist kaum noch jemand da, sie zu sortieren.

So könnte es bald vielen Staatsarchiven in den USA ergehen, wenn man den Befürchtungen von Archivaren glauben darf. Gerade hat der Bundesstaat Georgia sein Staatsarchiv praktisch geschlossen. Bis auf drei wurden alle Mitarbeiter entlassen - wer das Archiv besuchen will, muss sich vorher anmelden. Die "New York Times" schreibt, auch das Archiv in South Carolina sei von über 100 Mitarbeitern auf weniger als 30 geschrumpft. Etatkürzungen und technologische Veränderungen könnten Regierungsdokumente in einem schwarzen Loch verschwinden lassen. Über eine Million Meter Papier lagern laut dem Bericht in Staatsarchiven - wie sie digitalisiert werden können, sei unklar.

Die Zeitung zitiert einen Archivar mit den Worten, ohne Sortierung sei das, als ob man 200.000 Dokumente in einen Müllcontainer werfen und Forschern sagen würde: Was du brauchst, ist da drin. Hol's dir.

Artikel der "New York Times"

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)