28. September 2012
"Wir sollten nicht nur früh lernen, was wir mit Geld machen, sondern auch, was Geld mit uns macht."
Diese Meinung vertritt der Sozialpsychologe Rolf Haubl im Wissenschaftsmagazin "Forschung Frankfurt". Die Fähigkeit, mit Geld umgehen zu können, sei eine der wichtigsten Kulturtechniken, die bereits in der Kindheit entwickelt werden müssten. Wenn es in Beziehungen Streit um Geld gebe, hänge das meistens mit unbewussten monetären Konflikten aus den Herkunftsfamilien zusammen. Die von den Eltern vermittelten Geldstile seien relativ stabil. Laut Haubl lassen sie sich nicht leicht verändern.
Über Geld würden oft latente Beziehungskonflikte ausgetragen. Paare neigten deshalb dazu, das Thema früher oder später zu tabuisieren. In solchen Situationen könne es sinnvoll sein, sich unter professioneller Anleitung mit dem eigenen Lebensstil zu befassen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)