28. September 2012
Die Menschen würden sich nach ihrem Tod nicht opulent präsentieren wollen, wenn ihnen das eigene Leben nicht als grandios erscheint.
Das sagte der Rostocker Theologe Thomas Klie der Nachrichtenagentur dapd. So lasse sich der stärkere Wunsch nach einer anonymen Beerdigung erklären.
Bei einer anonymen Bestattung wird eine Urne auf einem Gemeinschaftsfeld beigesetzt, ohne, dass sie namentlich gekennzeichnet wird. Dies könne jedoch ein Problem sein, sagte der Geschäftsführer des Kuratoriums Bestattungskultur, Oliver Wirthmann, die Menschen bräuchten einen Ort zum Trauern.
In Rostock diskutieren noch bis zum Wochenende 50 Forscher aus Deutschland, Österreich und der Schweiz über die Entwicklung der Bestattungskultur. In Deutschland starben 2011 rund 855.000 Menschen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)