1. Oktober 2012

Neuer Antikörper soll Behandlung von Bluterkrankheit erleichtern

In Zukunft fällt die Suche nach der Ader vielleicht weg.

Denn japanische Forscher haben einen neuen Antikörper gegen die Bluterkrankheit entwickelt. Er müsse nicht mehr wie sonst in eine Vene, sondern nur unter die Haut gespritzt werden.

Das erleichtere vor allem die Behandlung von Kindern. Außerdem soll der neue Antikörper soll besser, denn die bisherige Therapie schlägt nach Angabe der Forscher bei 30 Prozent der Patienten nicht mehr an.

Bei der erblichen Bluterkrankheit fehlt ein Gerinnungsfaktor im Blut. Wunden und innere Verletzungen heilen darum oft erst sehr spät oder gar nicht. Bislang wurde der fehlende Gerinnungsfaktor gespritzt. Die Forscher erzeugten für ihre Studie einen Antikörper, der wie der natürliche Gerinnungsfaktor an ein Blutplättchen andocken und so die Gerinnung auslösen kann.

Die Forscher testeten die Wirkung an 18 Affen. Für einen Test beim Menschen müsse ihr Antikörper noch optimiert werden, um keine unerwünschten Immunreaktionen auszulösen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)