1. Oktober 2012
In neun Tagen ist es soweit - dann wird bekannt gegeben, wer in diesem Jahr den Physik-Nobelpreis bekommt.
In einem Leitartikel spricht sich die britische Zeitung "The Independent" gegen einen der Favoriten aus - Peter Higgs und seinen Higgs-Mechanismus. Der Wissenschaftler hatte seine Theorie in den 60er-Jahren entwickelt. Forscher am europäischen Kernforschungszentrum CERN entdeckten dann im Sommer erste Beweise für die Existenz der Higgs-Boson-Teilchen.
Für den "Independent" sind aber noch weitere Experimente nötig. Ohne zusätzliche Beweise bleibe der Ansatz pure Theorie. Die Nobelpreis-Jury müsse deshalb dem Druck der Öffentlichkeit standhalten.
Das Higgs-Boson gilt als Urheber für eine der Grundeigenschaften aller Dinge: Nämlich, dass sie eine Masse haben. Demnach ist das Universum von einem sogenannten Higgs-Feld durchzogen. Darin treten Teilchen in Wechselwirkung und bilden eine Art Klumpen - so entsteht dann die Masse. Das Higgs-Boson war 30 Jahre lang das einzige Teilchen im Standardmodell der Physik, dass noch nie experimentell nachgewiesen wurde.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)