1. Oktober 2012
Analogien dienen dazu, komplexe Sachverhalte zu veranschaulichen.
Das dachten sich auch die drei Wissenschaftler, die 1978 den RSA-Algorithmus entwickelten, eine neue Art von Verschlüsselungsformel. In einem Beispiel sprachen sie von einem Sender namens Alice, die eine Nachricht an einen Empfänger, Bob, schickt. Zwischen den beiden gibt es eine Störvariable, die die Nachricht abfangen will: Eve.
Ein indischer Computerwissenschaftler hat jetzt vorgeschlagen, Alice, Bob und Eve durch Figuren aus der hinduistischen Mythologie zu ersetzen: Sita, Rama und Ravana. Seiner Ansicht nach hat insbesondere die Episode Sundara Kanda (übersetzt: "schönes Buch") des Ramayana, einige auffallende Ähnlichkeiten mit der modernen Kryptographie. Die Geschichte sei daher bestens geeignet, um Kryptographie zu erklären.
Allerdings dürfte das Ramayana in Indien weitaus bekannter sein als in westlichen Ländern.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)