1. Oktober 2012
90 Prozent - so hoch ist die Erwerbstätigenquote unter den ostdeutschen Abiturienten des Wendejahrgangs 1989/90.
Wie aus einer Studie des HIS-Instituts für Hochschulforschung hervorgeht, arbeiten zwei Drittel davon sogar in einer hohen beruflichen Position. Damit hätten die Wendekinder ihre beruflichen Chancen überdurchschnittlich gut genutzt - und auch ihre Gehälter lägen über dem Durchschnitt.
Für die Unteruchung waren Wende-Abiturienten 20 Jahre lang mehrfach befragt und ihre Lebensläufe nachgezeichnet worden. Nach Meinung der Projektleiterin haben die ostdeutschen Studienberechtigten die neue Situation nach der Wiedervereinigung ganz pragmatisch angepackt. Sie seien genauso zielstrebig in Studium oder Ausbildung gestartet wie die gleichaltrigen Westdeutschen. Die Akademiker aus dem Osten seien mit ihrem Job allerdings deutlich zufriedener als die im Westen. Außerdem gründeten sie früher eine Familie.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)