2. Oktober 2012

Juristische Schritte gegen Deutschen Presserat

Ein juristisches Vorgehen ist beim Deutschen Presserat nicht üblich.

Normalerweise spricht er lediglich Rügen aus, wenn Redaktionen seiner Ansicht nach gegen das journalistische Selbstverständnis verstoßen haben. So zum Beispiel gegen das Wirtschaftsmagazin "Brand Eins" wegen einer Beilage.

Das hat jetzt rechtliche Schritte gegen den Deutschen Presserat angekündigt. Chefredakteurin Gabriele Fischer sagte der "Süddeutschen Zeitung", es gehe nicht um die Rüge selbst, Widerspruch sei im Verfahren nicht vorgesehen. Nicht hinnehmen könne man aber die Behauptung, die Redaktion habe das PR-Heft im Auftrag des Bundesverbandes der Pharmazeutischen Industrie produziert. Dies sei nicht der Fall.

Der Presserat hatte beanstandet, dass das Heft die gebotene klare Trennung von Redaktion und Werbung verletzt habe. Es war von der Unternehmenstochter "Brand Eins Wissen" produziert worden.

Der Presserat hat die Meldung mit der strittigen Formulierung gestern von seiner Internetseite entfernt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)