2. Oktober 2012
Eine neue Definition von Autismus macht betroffenen Eltern in den USA große Sorgen.
So schlimm wie befürchtet sind die Folgen möglicherweise aber nicht. Eine Studie, die in einem Fachmagazin ("The American Journal of Psychiatry") veröffentlicht worden ist, legt laut "New York Times" nahe, dass durch die neuen Kriterien etwa zehn Prozent weniger Kinder als Autisten diagnostiziert werden als bisher. Frühere Studien waren sogar von 45 Prozent weniger ausgegangen. Eltern hatten sich darum Sorgen gemacht, dass für ihre autistischen Kinder staatliche Hilfen wegfallen könnten.
Angestoßen hatte die Debatte die führende psychiatrische Vereinigung in den USA. Sie hatte ihren Leitfaden für Gemütskrankheiten aktualisiert. Experten kritisieren, dass die neue Definition von Autismus begrenzter ausfällt als ursprünglich geplant.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)