2. Oktober 2012
Auch dem gewissenhaftesten Forscher kann mal ein Fehler unterlaufen.
Blöd, wenn der schon veröffentlicht ist - dann muss die Studie womöglich zurückgezogen werden. So dachte man bisher. Eine Untersuchung im Fachblatt "PNAS" räumt damit auf: Demnach machen solche Irrtümer nur rund 20 Prozent der Rücknahmen aus. Doppelt so häufig sei der Grund, dass beteiligte Forscher betrogen haben oder das zumindest vermutet wird. Dazu kämen verbotene Doppelveröffentlichungen und Plagiate.
Für die Bilanz wurden mehr als 2.000 Artikel in der Medizin-Datenbank "Pubmed" untersucht. Dabei verließen sich die Autoren nicht auf die offiziellen Begründungen, sondern bezogen Behördenakten und Watch-Blogs mit ein. Die zweite böse Überraschung dabei: Bei den Rücknahmen wird der Betrug oft vertuscht.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)