2. Oktober 2012

Mehr Wähler durch Zuwanderung: Obamas Partei im Vorteil

Wahlprognosen durch einen Blick in die Zukunft - daran haben sich Forscher des Vienna Institute of Demography versucht.

Dazu haben sie sich die Stammwählerschaft der Demokraten und Republikaner in den USA genauer angeschaut. Aus zwei Gründen erhoffen sie sich aussagekräftige Ergebnisse: Zum einen gebe es in den USA relativ wenig Wechselwähler und zum anderen werde die Partei-Anhängerschaft meist von den Eltern übernommen. Einen Vorteil für die Republikaner sehen sie darin, dass deren Anhänger mehr Kinder bekommen. Dagegen hätten die Demokraten den wichtigeren Faktor Zuwanderung auf ihrer Seite. Migranten aus Asien und Lateinamerika stimmten deutlich häufiger für die Obama-Partei.

Die Forscher errechneten in einer deutsch-österreichischen Fachzeitschrift ("Demografische Forschung aus erster Hand"), dass in gut dreißig Jahren wohl fast 60 Prozent der Partei-Anhänger mit den Demokraten sympathisieren werden, gut 40 mit den Republikanern. Auch wenn die Demokraten bei der Wählersympathie immer vorne lagen - das wäre eine weitere Verbesserung um 2,5 Prozentpunkte. Nicht gerade wenig, wenn man die oft knappen Wahlergebnisse in den USA berücksichtigt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)