2. Oktober 2012

Kürzung bei Nobelpreisgeldern: "für die Bedeutung des Preises egal"

Es geht schließlich um Ruhm und Ehre, nicht um Geld.

So kommentiert ein ehemaliger Mitarbeiter der Jury des Nobelpreises Kürzungen bei den Preisgeldern. Ausgezeichnete erhalten künftig statt der bisherigen zehn Millionen Kronen nur noch acht Millionen. Umgerechnet sind das etwa 940.000 Euro, die sich meistens mehrere Preisträger teilen müssen. Der ehemalige Sekretär der Physik-Jury, Anders Bárány, sagte der Deutschen Presse-Agentur, für die Bedeutung des Preises sei die Kürzung egal. Die Preisträger würden sogar etwas dafür bezahlen, die Auszeichnung annehmen zu dürfen. Sie seien meist ohnehin schon älter und beruflich etabliert, bräuchten das Geld also gar nicht.

Die Kürzungen waren wegen der Finanz- und Wirtschaftskrise nötig geworden. Deutlich mehr Preisgeld gibt es inzwischen ohnehin woanders. Etwa der von einem russischen Investor gestiftete "Fundamental Physics Prize" ist mit umgerechnet mehr als zwei Millionen Euro dotiert.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)