4. Oktober 2012

Studie: Minijobs verschärfen Fachkräftemangel

Sie dürfen maximal 400 Euro im Monat verdienen: sogenannte Minijobber, oder häufig: Minijobberinnen.

Bis zu dieser Grenze muss nur der Arbeitgeber Abgaben zahlen, danach fallen auch Arbeitnehmerbeiträge und Lohnsteuer an. Eine Studie der Bertelsmann-Stiftung kommt jetzt zu dem Schluss: Diese Art von geringfügiger Beschäftigung verschärft den Fachkräftemangel und die Ungleichverteilung von Einkommen. Das berichtet das "Handelsblatt" vorab unter Berufung auf die Expertise. Demnach stellen Minijobs vor allem eine hohe Hürde für den Wiedereinstieg von Müttern ins Berufsleben dar.

Ursache dafür ist laut der Studie vor allem der abrupte Anstieg der Abgaben oberhalb der Verdienstgrenze von 400 Euro. Ein Problem sei außerdem das Ehegattensplitting. Verdiene die Ehefrau mehr, steige die Steuerlast der Familie überproportional an. - Der Studie zufolge haben drei Viertel der sieben Millionen Minijob-Beschäftigten eine abgeschlossene Berufsausbildung.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)