4. Oktober 2012
Lieber den Fuß verlieren als das Leben.
Nach diesem Motto verfährt eine Schneckenart, die auf den japanischen Ryukyu-Inseln lebt. Das berichtet ein Zoologe aus dem asiatischen Land im Fachmagazin "Proceedings" der britischen Royal Society. Auf ihrem Fuß bewegen sich die Schnecken normalerweise fort. Werden sie von einer Schlange angegriffen, werfen sie ihn ab. Er wächst dann innerhalb einiger Wochen wieder nach.
Der Forscher schreibt, mindestens jede zehnte Schnecke auf den Inseln zeige Spuren der Selbstamputation. Das nachgewachsene Körperteil sei blasser als das urspüngliche. - Die Selbstverstümmelung zum eigenen Schutz wird "Autotomie" genannt. Sie ist bisher unter anderem bei Eidechsen bekannt: Sie brechen bei Gefahr ihren Schwanz ab.
Proceedings
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)