4. Oktober 2012

Sportmediziner über Bewegung als Medizin

Wir sind unteres Mittelmaß.

Das sagt der Sportmediziner Jürgen Steinacker von der Uniklinik Ulm über die Bewegungsfreude der Deutschen. Er erklärt in der "Frankfurter Rundschau", im europaweiten Maßstab lägen die Deutschen weit hinter Nationen wie den Niederlanden, Schweden und Finnland zurück - allerdings noch vor den Mittelmeerländern.

In Berlin findet ab heute ein Sportmedizin-Kongress statt. Dabei startet laut Steinacker auch eine Initiative, die sich an Ärzte und Patienten richtet. Sie solle einen Anstoß geben, Sport als Medizin zu betrachten. Gute Ärzte sollten nach Steinackers Ansicht immer auch Bewegung als Therapieoption betrachten. Dadurch ließen sich in manchen Fällen Eingriffe wie Hüft- und Knie-OPs verhindern. Außerdem lasse sich durch Sport das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen um 40 Prozent senken.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)