4. Oktober 2012

Sikhs empört über Rowlings Roman - berichtet die "FAZ"

Joanne K. Rowlings jüngster Roman "Ein plötzlicher Todesfall" empört nicht nur die Mittelschicht, deren vermeintliche Heuchelei die Autorin an den Pranger stellt.

Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" schreibt, sind in Indien auch die Sikhs empört. Denn zu den weniger sympathischen Protagonisten zählt ein Sikh-Ehepaar. Dessen Tochter wird in dem Roman von Mitschülern als schnurrbärtig, aber großbusig und als Mannsweib bezeichnet. Das Parlament der Sikhs prüft laut "FAZ", ob es fordern soll, dass die Passagen gelöscht werden. Ein Jugendverband der Sikhs drohe mit Bücherverbrennungen.

In London habe Lord Singh, der wohl bekannteste Vertreter der Sikh-Religion in Großbritannien, seine Mitgläubigen dagegen gerügt: Sie hätten nicht genug getan, um anderen ihre Werte zu erklären. Sie dürften diese Aufgabe nicht Bestsellerautoren überlassen.

Die Sikh-Religion ist im 15. Jahrhundert entstanden. Die heutige als "Sikhismus" bekannte Ausprägung hat rund 23 Millionen Anhänger, wovon die Mehrzahl in Indien lebt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)