4. Oktober 2012

Physiker Kumala: Geoengineering genau erforschen

Erst forschen und analysieren und dann erst loslegen.

Dieses Vorgehen empfiehlt der finnische Physiker Markku Kumala im Bezug auf Geoengineering - also den technischen Eingriff in geochemische Kreisläufe der Erde. Kumala nennt in der Zeitung "Die Welt" als Beispiel, kleine Partikel in die Atmosphäre zu bringen. Die winzigen festen Verbindungen könnten dazu beitragen, dass sich Wolken bilden, die das Sonnenlicht zurück ins All reflektieren. Damit könnte der Temperaturanstieg auf der Erde gebremst werden. Kumala meint aber: Bevor man nicht die langfristigen Konsequenzen kenne, sei das zu gefährlich.

Der Physiker leitet die Abteilung für Atmosphärenforschung an der Universität Helsinki. Er glaubt: Wenn weiterhin soviel Kohlendioxid ausgestoßen wird, müssen wir in zwanzig bis dreißig Jahren mit Geoengineering gezielt in das Klimasystem eingreifen. Deswegen sei es vernünftig, die Möglichkeiten und Risiken frühzeitig auszuloten. Für diese Forschungsarbeiten habe man schließlich noch 20 Jahre Zeit.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)