4. Oktober 2012

1,5 Millionen Jahre alter Schädelknochen zeigt Hinweise auf Fleischkonsum

Fleisch ist mein Gemüse - dieser Ausspruch galt offenbar auch schon vor eineinhalb Millionen Jahren.

Internationale Wissenschaftler der Complutense Universität in Madrid haben an einem frühmenschlichen Schädelknochen Hinweise darauf gefunden, dass Fleisch ein fester Bestandteil der damaligen Ernährung war. Wie die Forscher in einem Fachmagazin (PLOS ONE) berichten, gehörte der Schädelknochen zu einem Kleinkind, das offenbar an Anämie, also Blutarmut, litt. Eine mögliche Ursache für die Krankheit ist ein Vitamin-B-Mangel. Fleisch ist wiederum ein wichtiger Vitamin-B-Lieferant. Die Forscher folgern: Der menschliche Organismus muss sich vor eineinhalb Millionen Jahren schon dermaßen an einen regelmäßigen Fleischkonsum gewöhnt haben, dass ein Verzicht zu der Mangelkrankheit führte. Bisher ging man davon aus, dass Frühmenschen nur unregelmäßig Fleisch aßen.

PLOS ONE

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)