4. Oktober 2012
Vom Aussterben bedroht sind sie beide: Der Kakapo und eine parasitisch lebende Pflanze in Neusseeland.
Jetzt soll versteinerter Kot des einen der anderen helfen. Das schreiben Forscher im Fachmagazin "Conservation Biology". Kakapos sind die einzigen bekannten flugunfähigen Papageien. Davon gibt es nur noch 125 Stück. Sie leben genau wie die parasitische Pflanze "Dactylanthus taylorii" in Neuseeland. Die kann nur auf den Wurzeln weniger Baumarten wachsen. Die Wissenschaftler haben nun nach eigenen Angaben in den versteinerten Hinterlassenschaften des Kakapos zahlreiche Samen der Pflanze entdeckt. Sie schließen daraus, dass die Papageien ursprünglich entscheidend zur Befruchtung der Pflanze beitrugen.
Die Forscher erhoffen sich Erkenntnisse über Rettungsmaßnahmen für die parasitische Pflanze. Anfang des Jahres wurden außerdem acht Kakapos auf einer Insel ausgesetzt, auf der die Pflanze vorkommt. Laut den Forschern ist es das wahrscheinlich erste Mal seit 100 Jahren, dass beide Arten wieder einen Lebensraum teilen.
Conservation Biology
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)