4. Oktober 2012

3D-Filme sollen auch für 2D-Zuschauer aufbereitet werden

Wer im Kino bei einem Film in 3D einmal die Zusatzbrille abgenommen hat, weiß: Das Bild sieht irgendwie unscharf aus.

Die Filmfirmen müssen deshalb stets zwei Versionen eines Streifens produzieren - um Filme für 3D- und für 2D-Publikum genießbar zu machen. Internationale Wissenschaftler, unter anderem des Max-Planck-Instituts für Informatik, haben jetzt einen Algorithmus entwickelt, der es möglich macht, 3D-Effekte in 2D-Filmen zu verstecken. Zwei Personen können so denselben Film sehen und je nach Wunsch mit Zusatzbrille 3D-Effekte sehen - oder eben nicht. Die Forscher spielen dabei mit dem Wahrnehmungsvermögen des menschlichen Gehirns und tricksen es sozusagen aus. So werden 3D-Effekte zum Beispiel nur auf die Kanten von Objekten sowie innerhalb von kaum sichtbaren Schatten projiziert. Ohne Brille sieht man das nicht - mit Brille aber ergibt es den 3D-Effekt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)