4. Oktober 2012

Spinnen passen ihre Netze an die verfügbare Beute an

Spinnen designen ihre Netze passgenau für die anvisierte Beute.

Das berichten Wissenschaftler von der Universität von Akron im Fachmagazin "Nature Communications". In Versuchen legten sie der Spinnenart dafür saubere Glasflächen vor, die sie später unter dem Elektronenmikroskop untersuchten. Ihren Beobachtungen zufolge verwendet die in Europa weitverbreitete Gewächshausspinne für ihre Netze zwei unterschiedliche Systeme. Die so genannten Tragleinen der Netze seien mit feinen Spinnenfäden befestigt, die wie Heftklammern parallel zueinander angeordneten seien. Dadurch würden sehr stabile Netze entstehen, mit denen die Spinnen fliegende Insekten fangen könnten. Die Fangleinen seien dagegen mit mehreren Fäden sternförmig um einen Mittelpunkt befestigt, wodurch sie hochschnellen könnten, sobald ein auf dem Boden laufendes Beutetier darauf trete.

Nach Angaben der Forscher nutzt die Spinne für beide Fädensysteme die gleiche Seiden-Art.

Nature Communication

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)