5. Oktober 2012
Sie könnte irgendwann Menschen wieder sehen lassen.
Deutsche Forscher haben nach eigenen Angaben eine künstliche Hornhaut fürs Auge entwickelt. Vom Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung in Potsdam heißt es, dass diese als Implantate bei Augenpatienten eingesetzt werden sollen. Die künstliche Augen-Hornhaut könnte zum Einsatz kommen, wenn die natürliche Hornhaut zum Beispiel durch Entzündungen, schwere Unfälle oder Verätzungen verletzt wurde.
Dabei geht es zum einen um eine dauerhafte Prothese für Menschen, die entweder keine Spenderhornhaut bekommen oder sie nicht vertragen haben. Die künstliche Hornhaut soll mit dem natürlichen Gewebe im Auge zusammenwachsen können. Zum anderen arbeiteten die Foscher an einer ersten Hilfe fürs Auge, zum Beispiel für den Einsatz nach Unfällen.
Nach Angaben des Fraunhofer Instituts waren Versuche mit den Implantaten bei Kaninchen erfolgreich. Jetzt soll es klinische Tests mit Menschen an einer Augenklinik in Köln geben.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)