5. Oktober 2012
Man könnte die Erfindung als optische Pinzette bezeichnen.
Wissenschaftler der Universität Freiburg haben eine optische Falle konstruiert, mit der man sehr kleine Bakterien festhalten und abscannen kann. Dazu wird mit einem Laser eine Art Lichtschlauch erzeugt, in dem die Einzeller gefangen werden. Die Schwierigkeit besteht darin, dass das untersuchte Bakterium keine feste Zellwand besitzt und deshalb ständig seine Form verändert. Durch einen sich schnell bewegenden, fokussierten Laser gelang es den Forschern aber, gleichmäßig verteilte Kräfte auf das Bakterium auszuüben und seine Bewegungen in dreidimensionalen Bildfolgen aufzuzeichnen.
Mit der Methode wollen die Forscher künftig auch andere Bakterien ohne feste Zellwand untersuchen. Solche Bakterien können nur schwer mit Antibiotika bekämpft werden. Die Methode könnte deshalb helfen, Infektionskrankheiten besser zu verstehen.
Die Forscher berichten über ihre Studie im Fachmagazin "Nature Photonics".
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)