5. Oktober 2012
200 untersuchte Ratten sind zu wenig.
Deshalb will die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit, Efsa, den umstrittenen Monsanto-Genmais nicht erneut auf seine Unbedenklichkeit prüfen. Französische Forscher hatten Ratten in einer Studie den genmanipulierten Mais der Sorte "NK 603" zu fressen gegeben. Sie beobachteten, dass nach einem Jahr mehr Ratten starben als sonst üblich. Die Weibchen bekamen häufiger Brustkrebs, die Männchen erkrankten öfter an Leber und Nieren als normalweise. Die EU-Behörde kritisierte jetzt, dass in den verschiedenen Versuchsgruppen nur jeweils zehn männliche und zehn weibliche Ratten gewesen seien - internationale Richtlinien fordern aber 50 Tiere pro Geschlecht und Gruppe. Auch die Methodik der französischen Forscher wurde von der Efsa kritisiert. Der Anbau von Monsanto-Genmais ist in der EU nicht erlaubt - bisher ist er aber als Lebensmittel nicht verboten.
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Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)