8. Oktober 2012

Wie Wüstenpflanzen vom Klimawandel profitieren

Normalerweise beschäftigen sich Demografen damit, wie sich Bevölkerungen entwickeln.

Sie können aber auch anders - das haben Forscher am Max-Planck-Institut für demografische Forschung in Rostock bewiesen. Sie widmeten sich stattdessen den Populationen von Wüstenpflanzen. Zusammen mit Wissenschaftlern aus Tübingen und den USA untersuchten sie, wie bestimmte Arten in Wüsten in Israel und den USA auf den Klimawandel reagierten.

Modelle prophezeien dort noch heißere Zeiten, mit noch weniger und unregelmäßigeren Regenfällen. Die Demografen fanden allerdings heraus: Einige Pflanzenarten profitierten von dem Wandel. Sie produzierten nur in regenreichen Zeiten Samen und passten auch ihr Wachstum an. Diese Faktoren wollen die Forscher für bessere Prognosen berücksichtigen. Dann kommt auch wieder die menschliche Bevölkerung ins Spiel: Denn sie ist in armen Trockengebieten der Welt auf die Landwirtschaft angewiesen.

Die Studie in "Philosophical Transactions of the Royal Society B: Biological Sciences"

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)