8. Oktober 2012

Medizinnobelpreis geht an zwei Zellforscher

Der Medizin-Nobelpreis geht in diesem Jahr an zwei Zellforscher.

John Gurdon aus Großbritannien und Shinya Yamanaka aus Japan bekommen den Preis für ihre Arbeiten mit erwachsenen Körperzellen. Im Gegensatz zu embryonalen Stammzellen haben sich diese schon auf bestimmte Gewebearten spezialisiert. Dass sie sich wieder zurückverwandeln lassen, haben die beiden Forscher bewiesen. In der Bekanntgabe des Karolinska-Instituts in Stockholm hieß es, die Erkenntnisse hätten das Verständnis über die Entwicklung von Zellen und Organismen revolutioniert.

John Gurdon hat schon in den 50er Jahren Kerne von erwachsenen, spezialisierten Zellen in Eizellen eingesetzt. Damit schuf er die Grundlage für Yamanakas Arbeiten, Jahrzehnte später. Vor sechs Jahren schleuste er mit seinem Forscherteam Gene in Mäusezellen ein. Die entwickelten sich daraufhin wieder zu vielseitigen Zellen. Die nennt man induzierte pluripotente Stammzellen.

In sie werden große Hoffnungen gesetzt, was künftige Therapien von derzeit unheilbaren Krankheiten angeht.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)