8. Oktober 2012

"Schaltpläne" des Gehirns: Forscher entwickeln Methone um Neuronen-Verbindung zu berechnen

Die Zellen unseres Gehirns bilden ein komplexes Netzwerk, soviel weiß man - aber zu verstehen, wie es seine Aufgaben genau erfüllt, davon ist die Wissenschaft noch weit entfernt.

Forscher des Max-Planck-Instituts für Dynamik und Selbstorganisation in Göttingen melden, dass sie eine neue Methode entwickelt haben, die Schaltpläne des Gehirns besser zu verstehen. Das Problem: Zwar kann man die Aktivität von Nervenzellen im Gehirn mit bildgebenden Verfahren grundsätzlich zeigen. Der detaillierte Ablauf, also das "Feuern" der vielen einzelnen Zellen geht aber viel zu schnell vor sich - auch dann wenn ein Netzwerk nur aus wenigen tausend Zellen besteht. Also haben die Wissenschaftler aus Göttingen nach eigenen Angaben mit Hilfe der Informationstheorie eine Rechenmethode entwickelt, die es ihnen ermöglicht, aus den sichtbaren Daten Rückschlüsse darauf zu ziehen, wie die Zellen verschaltet sind.

Das funktioniere mit natürlichen Netzwerken genauso wie mit künstlichen. Die Forscher hoffen, dass diese "Schaltpläne" helfen werden, zu verstehen, warum Neuronen Verbindungen eingehen und nach welchen Kriterien sie ihre Partner auswählen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)