8. Oktober 2012
Julian Assange setzt sich ab und seine Unterstützer werden dafür zur Kasse gebeten.
Denn sie müssen jetzt seine Kaution zahlen. Neun Unterstützer hatten sich vor zwei Jahren bereiterklärt, für den Wikileaks-Gründer zu bürgen. Deshalb hatten die britischen Behörden Assange unter Auflagen aus der Haft entlassen. Gegen sie verstieß er, als er sich in die ecuadorianische Botschaft in London flüchtete. So wollte er einer Auslieferung nach Schweden entgehen, wo er wegen Vergewaltigungsvorwürfen verhört werden soll.
Ein britischer Richter wies seine Unterstützer jetzt an, bis Anfang November die Kaution in Höhe von umgerechnet rund 120.000 Euro zu zahlen. Zur Begründung sagte er, sie seien ihre Pflicht nicht nachgekommen, sicherzustellen, dass Assange seine Auflagen erfüllt. Zu den Bürgen gehören zwei Medizinnobelpreisträger und der Filmemacher Michael Moore.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)