9. Oktober 2012
Für den litauischen Ministerpräsidenten Andrius Kubilius ist die Sache klar:
Sein Land benötigt zusätzliche Energie und Atomstrom ist am billigsten. So begründet Kubilius in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", warum er im Wahlkampf verspricht, ein neues Atomkraftwerk zu bauen. Der Politiker meint, Deutschland sei reich und könne sich deshalb höhere Energiepreise und somit die Stilllegung der Kernkraftwerke leisten. Alternative Energien seien deutlich teurer. Außerdem habe Litauen zu wenig Kapazität und importiere im Moment 70 Prozent seines Stroms aus Russland.
Kubilius erklärt auch, warum das neue Atomkraftwerk ausgerechnet aus Japan kommen soll: Der ausgewählte japanische Hersteller stelle Reaktoren der weltweit höchsten Sicherheitsklasse her. Und Fukushima sei die Folge eines Tsunamis gewesen, den man im Baltikum nicht erwarte.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)