9. Oktober 2012

Navigieren ohne Hirn: Schleimpilze können es

Stolze Fährtensucher mag es schockieren: Aber um sich räumlich zu orientieren, braucht man überhaupt kein Hirn.

Zumindest gilt das für Schleimpilze. Die Einzellerverbünde verfügen über kein Nervensystem und bewegen sich dennoch sehr gezielt fort - sogar durch Labyrinthe.

Im Fachmagazin PNAS berichten Forscher, dass sie der Art und Weise wie der Pilz das macht, jetzt auf die Spur gekommen sind. Nach ihren Versuchen orientiert sich der Pilz an seinem eigenen Schleim. Dort wo er schon eine Spur von sich vorfinde, bewege er sich nicht mehr hin - könne also neue Wege erkunden. So schaffe er eine Art externes Gedächtnis für seine Fortbewegung.

Zum Test hatten die Forscher dem Pilz zwei Wege zu Haferschleimfutter als Y-Labyrinth vorgelegt, die eine Seite aber mit dem Schleim des Pilzes betrichen. Dieser Pfad wurde von 39 von 40 Pilzen gemieden.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)