9. Oktober 2012

WWF fordert laut "Handelsblatt" Schutz fossiler Kraftwerke

Es klingt erstmal nicht besonders logisch:

Laut "Handelsblatt" warnt ausgerechnet die Umweltschutzorganisation "WWF" davor, dass möglicherweise in naher Zukunft viele Gas- und Kohlekraftwerke stillgelegt werden müssen. Das könne die Versorgungssicherheit und damit die Energiewende gefährden.

Hintergrund ist laut dem Bericht eine Studie, die der WWF in Auftrag gegeben hat. Demnach sind in Deutschland fossile Kraftwerke mit einer Gesamtkapazität von 15 Gigawatt gefährdet - das entspricht etwa 15 Großkraftwerken. Grund dafür ist laut dem Bericht unter anderem , dass durch erneuerbare Energien der Preis an den Strombörsen gedrückt wird - an sehr sonnigen Tagen sinke er dramatisch. Dann lohne sich der Betrieb von konventionellen Kraftwerken nicht mehr. Die werden aber erstmal noch gebraucht - für Tage, an denen es nicht genug Sonne und Wind gibt.

Die Autoren der WWF-Studie schlagen auch eine Lösung vor: Die Betreiber sollten nicht nur für den Stromverkauf Geld bekommen, sondern auch dafür, dass sie Kapazitäten bereithalten.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)