9. Oktober 2012
Wer langsam fährt, ist nicht unbedingt umweltfreundlicher unterwegs.
Das zeigen offenbar gleich zwei Studien, die die Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg in Auftrag gegeben hat.
Tempolimits auf innerstädtischen Hauptverkehrsstraßen verbesserten demnach nicht zwangsläufig die Luftqualität. Ein Tempolimit von 30 Stundenkilometern könne zwar die Entstehung von Feinstaub durch Straßen- und Reifenabrieb vermindern, dafür nähmen aber motorbedingte Emissionen von Feinstaub meist zu. Bei stockendem Verkehr könne ein Tempolimit allerdings dafür sorgen, dass der Verkehr gleichmäßiger fließt. Das senke wiederum die Stickstoffoxid-Emissionen. Wenn der Verkehr bereits gut fließe, sorge ein Tempolimit aber genau für das Gegenteil.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)