9. Oktober 2012
Ein bisschen Quecksilber sollten Schwangere in Kauf nehmen.
Das ist der Rat einer Forschergruppe aus den USA. Sie hat herausgefunden, dass der Verzehr von Fisch während der Schwangerschaft das Risiko vermindert, dass die Kinder an ADHS erkranken - wenn der Fisch nur wenig mit Quecksilber belastet ist. Am Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom leiden weltweit rund zehn Prozent aller Kinder. Die Ursachen sind aber noch wenig erforscht.
Für die Studie wurden 400 Neugeborene und ihre Mütter auf Quecksilberspuren im Haar untersucht. Acht Jahre später wurden die Kinder auf ADHS getestet. Das Ergebnis: Je mehr Quecksilber im Haar der Mutter gefunden worden war, desto eher erkrankte das Kind an ADHS. Der gefährliche Grenzwert war außerdem niedriger als bisher angenommen. Gleichzeitig sank aber das Erkrankungsrisiko, wenn die Mütter in der Schwangerschaft mehr als zwei Mal pro Woche Fisch gegessen hatten. Das ist mehr als die US-Behörden bisher empfehlen. Empfehlenswert sind nach Ansicht der Forscher zum Beispiel Flunder, Schellfisch und Lachs.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)