10. Oktober 2012
Sie sind extrem erfolgreich:
Gliedertiere bevölkern als Spinnen, Krebse und Insekten in großer Artenvielfalt die Welt - und übertreffen zahlenmäßig alle anderen Tierstämme. Ein Grund dafür ist nach Stand der Wissenschaft ihr Außenskelett, das Körper und Extremitäten schützt - und ihre Gelenkigkeit.
Diese Erfindung der Evolution nutzten schon die Vorfahren der heutigen Krabbeltiere: die Urarthropoden vor 500 Millionen Jahren. Wie Forscher aus London melden, entstanden die Eigentschaften aus der Notwendigkeit zu schwimmen.
Sie untersuchten Stammbäume von Fossilien und von heute lebenden Krabblern - und kamen zu dem Schluss, dass es eine bisher unbekannte Verwandschaft geben muss. Der entdeckte gemeinsame Vorfahr sei ein Urgliedertier (Nereocaris exilis) mit stromlinienförmigem Panzer, ohne Kopf, mit Stielaugen - und winizigen Haar-Beinchen.
Diese Minibeine seien zum Krabbeln kaum brauchbar gewesen - aber sie hätten ihren Träger im Wasser extrem beweglich gemacht.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)