10. Oktober 2012
In Norwegen wird die Insel Utøya nicht unter Denkmalschutz gestellt.
Das hat die zuständige Behörde entschieden. Vorausgegangen war ein Antrag von Hinterbliebenen des Attentats vom 22. Juli 2011. An dem Tag hatte der Massenmörder Anders Behring Breivik auf der Insel um sich geschossen; 69 Menschen starben, die meisten davon Jugendliche. Diese Ereignisse reichten nicht als Grundlage, um Utøya unter Denkmalschutz zu stellen, erklärte die Behörde nun. Selbst wenn man der Insel und den Gebäuden darauf "einen gewissen historischen Wert als politische Lehrstätte" zuschreibe.
Mit dem Antrag wollten die Hinterbliebenen verhindern, dass die Gebäude abgerissen werden oder die Jugendorganisation der Arbeiterpartei wieder Veranstaltungen auf Utøya abhält. Die Partei will unter anderem eine Gedenkstätte und eine Bühne für Kulturveranstaltungen errichten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)